5 Dinge, die ich beim Zusammenziehen mit meinem Freund gelernt habe

Donnerstag, Februar 04, 2016



Ein Semester lang studiere ich nun schon wieder. Ein Semester lang wohne ich nun auch endlich nach 2 Jahren Fernbeziehung mit meinem Freund zusammen. Zeit also, mal ein erstes Fazit zu ziehen über all die Dinge, die bei einem Umzug und bei einem Zusammenzug mit dem Freund oder der Freundin auf einen zukommen. Dabei sind mir bei dem einen oder anderen Part des „Zusammenzieh-Prozesses“ schon einige Punkte eingefallen, auf die ich im Folgenden noch mal genauer eingehen möchte. Dabei kamen einige Punkte zusammen, auf die ihr achten solltet, wenn ihr mit dem Gedanken spielt, mit eurer Partnerin oder eurem Partner zusammenzuziehen. Natürlich gibt es auch hier weitere Punkte oder andere, die für euch vielleicht nicht so relevant sind wie sie für mich in der Zeit waren und sind. Aber das wissen wir ja schon: Wie immer gibt es viele richtige, aber niemals eine falsche Antwort auf diese Frage.

Wohnungssuche

Bevor man umzieht sollte man sich – wer hätte es gedacht – natürlich erstmal eine passende Wohnung suchen. Wie so viele wahrscheinlich auch standen wir am Anfang unseres Wunsches nahc der gemeinsamen Wohnung vor dem gefühlten Nichts. Selbst der Ort war im ersten Moment noch gar nicht sicher. Mein Studienplatz nahm uns dann diese Entscheidung zum Glück schon mal ab. Und dann ging das Gesuche los. Vor allem im Internet schauten wir uns zahlreiche Objekte an – solange sie natürlich auch über einigermaßen erkennbare Fotos verfügten, denn das war nicht immer selbstverständlich wie wir recht schnell feststellen mussten. Sagte uns beiden dann eine zu, musste sich leider mein Freund allein erstmal aufmachen und die Wohnungen besichtigen, da ich es zeitlich nicht schaffte, eben mal 300 Kilometer zum neuen Wohnort fahren. Nach gefühlten 50 Reinfällen und zwei Wohnungen, die in der engeren Auswahl landeten, stand noch eine weitere Besichtigung aus, an der ich dann endlich auch vor Ort dabei sein konnte. Letzten Endes war es eine eindeutige Entscheidung: In der Wohnung, in der wir uns beide von Beginn an wohl fühlten, die sollte es werden - und die wurde es auch!


An dieser Stelle schon einmal ein Tipp von uns: Macht euch unbedingt eine Liste oder sprecht zumindest darüber, was für euch wichtig ist bei einer Wohnung. In unserem Beispiel war meinem Freund eine Einbauküche sehr wichtig, mir ein Badezimmer mit Tageslicht und großem Fenster. So geht ihr einer Meinungsverschiedenheit und einem möglichen Streit von vornerein aus dem Weg. Ebenfalls empfiehlt es sich, eine Liste mit allen Objekten aus dem Internet zu erstellen und diese immer wieder zu aktualisieren: Wo hat man angerufen, wo hat man wann einen Besichtigungstermin, etc. Auch wenn man in einer Beziehung Kompromisse eingehen sollte: In einer gemeinsamen Wohnung sollten sich beide Partner gleichermaßen wohlfühlen. Schließlich soll es das gemeinsame zu Hause auf unbestimmte Zeit werden – vielleicht sogar für immer.

Wer hat welche Möbel, Wohnungsutensilien etc.?

Da mein Freund und ich beide schon allein gewohnt haben und eigentlich beide über einen gesamten Hausstand verfügen, war eine genaue Absprache wichtig, was von wem mitkommt. Auch hier empfiehlt sich wieder eine Liste, einfach aus dem Grund, um nicht den Überblick zu verlieren – das kann vor allem bei Bad- und Küchenutensilien dann doch mal schnell der Fall sein. Auch bei den Möbeln gibt es immer Favoriten, die man gern aus seinem eigenen Hausstand auch in der neuen und gemeinsamen Wohnung hätte. Sollten beide einmal das gleiche Möbelstück haben wollen wie beispielsweise einen Schrank oder ein Bett, hilft wirklich nur ein Kompromiss.

Und wenn man doch etwas neu braucht, dann empfiehlt es sich - gerade für einen Neuanfang - immer auf Angebote zu schauen. Denn so eine Wohnungseinrichtung kann auf Dauer mehr als teuer werden. Wir hatten Glück, dass in unserer Nähe ein Möbelgeschäft Ausverkauf hatte - doch das half auch nichts gegen die Lange Qual der Entscheidung. Smartphones sei Dank kann man aber immer wieder Fotos erstellen und sich manche Entscheidungen durch den Kopf gehen lassen.


Geld/Finanzierung

Zugegeben: Über Geld spricht man nicht gerne – natürlich auch nicht in einer Beziehung. Und natürlich kann Geld immer wieder zu einem Streitthema werden. Dabei ist dieser Punkt besonders wichtig und elementar. Denn wenn die Finanzierung einer Wohnung nicht geklärt ist, … tja, da werden dann einige Probleme kommen. Deswegen hilft es nichts: Einfach zusammensetzen und offen darüber sprechen, was der jeweilige Partner beisteuern kann und wo die Ausgaben liegen werden. So blöd es ist, aber es hilft einfach nichts als Ehrlichkeit.

Einrichten

Wie bekannt ist, sind Geschmäcker ja meistens verschieden – aber irgendwo auch immer gleich. Und das ist mit dem Partner ja meistens der Fall. Was die Möbel angeht, da ist das auch größtenteils der Fall. Aber Dekorationen, Bilder, Kerzen und alles was sonst noch dazu gehört, das ist und bleibt einfach etwas, womit sich der Mann weniger beschäftigt als die Frau - zumindest ist das bei uns der Fall. "Brauchen wir echt noch eine Kerze?" und "Wir haben doch schon sowas!" können in der Zeit des öfteren gehört werden. Aber so sind wir halt, wir Frauen. Mein Freund kann zum Glück oftmals darüber lachen. Und das sollte man selbst auch. Natürlich sollte man nicht alles in rosa einrichten, sondern schon so, dass sich beide Partner wohlfühlen. Da ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gerne DIY's ausprobiere, kann man sich in dem Punkt auch gerne mal Kosten sparen und Teelichter oder Bilderrahmen und Vasen selbst gestalten.

http://www.lebenslounge.com/2015/10/diy-upcycling-bilderrahmen.html

Behördenkram

Zu guter letzt etwas, auf das ich am liebsten verzichtet hätte - aber ohne dem es leider überhaupt nicht geht: Der Behördenkram. Von dem Stellen eines Nachsendeantrags, der Änderung der Adresse bei der Krankenkasse, der Bank etc. und allen weiteren wichtigen Versicherungen bis hin zum Ummelden. Zugegeben, es ist alles mit wenig bis überhaupt keinem Spaß verbunden. Vor allem Ummelden kann eine Weile dauern - je nachdem wie viele Personen beim Bürgeramt mal wieder vor einem dran sind. Aber es hilft nichts. Zu empfehlen ist es auf jeden Fall, alles in einem durchzuziehen. Nehmt euch einen Tag, um alles zu sortieren und zu organisieren, was erledigt werden muss, und dann nimmt man sich die Zeit und hat es dann in nur einem Tag alles erledigt.


Seid ihr auch schon mit eurem Partner zusammengezogen? Was sind für euch die wichtigsten Dinge, auf die man achten sollte?

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6 Kommentare

  1. Beim Thema "Fotos von Wohnungen" muss ich ja etwas schmunzeln: Die Anzeige meiner Wohnung hatte damals gar keine Fotos und ich war wegen des günstigen Preises echt skeptisch, ob das ein seriöses Angebot war (war es zum Glück und ich habe zum Glück auch angerufen).
    Ansonsten sind das wirklich hilfreiche Tipps, die auch wichtig sind, wenn man nicht mit dem Partner zusammenzieht, sondern mit Freunden eine WG gründet beispielsweise (da spreche ich aus Erfahrung, das man da auch alles vorher regeln sollte).

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  2. Uff ja, sehr gute Tipps! Ich hatte mit meinem Freund damals den Kompromiss beschlossen die alten Handtücher von ihm zu behalten, weil es nur eine unnötige Ausgabe wäre und die ja noch völlig in Ordnung sind... hat nur 3 Jahre gedauert, aber jetzt konnte ich endlich schöne Handtücher kaufen :D haha

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  3. Also gerade das mit dem Geld ist wirklich eine wichtige Sache. Aber ich finde nicht, dass das blöd ist, sich zusammenzusetzen und einen gemeinsamen Kassensturz zu machen, im Gegenteil, wenn ich meinem Partner nicht genug vertraue um ihm ehrlich zu sagen, wieviel Geld ich für eine Wohnung ausgeben kann, dann ist vielleicht auch Zusammenziehen nicht das richtige? Klar, wenn einer von beiden deutlich mehr Geld zur Verfügung hat, dann kann es sein, dass der andere sich blöd fühlt, wenn er z.B. viel weniger Miete zahlt am Ende, aber wie gesagt, in einer tragfähigen Beziehung muss man über sowas reden können finde ich :-)

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  4. Ich wohne noch alleine und nicht mit meinem Partner zusammen. Mir ist es wichtig, dass man einen guten Kompromiss findet :)

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  5. Ich bin vorletztes Jahr mit meinem Freund zusammengezogen :)
    Mit dem Geld hast du Recht, aber für mich kostet es keine Überwindung oder ist unangenehm. Das ist ja eigentlich normal und in einer guten Beziehung sollte man über Geld reden können :)

    Das mit dem Gestalten ist bei uns eher schwierig. Da wir verschiedene Geschmäcker haben bzw. - wie Männer eben so sind :D - es ihm egal ist, aber ich auch sein Zeug nicht umräumen darf >_< Da muss man wirklich Kompromisse finden.

    LootieLoo's plastic world

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  6. Toller Post und ich finde mich in so vielen Punkten wieder :D
    Ich wohne jetzt seit 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen und an sich ist auch alles super! Natürlich gab es anfängliche Schwierigkeiten, weil es eben unsere erste eigene Wohnung war. Wer macht was, wie oft, wie gründlich ;)
    Das Geldthema ist bei uns klar geregelt - 50:50, das war uns von Anfang an wichtig.
    Das Dekothema hatten wir natürlich auch schon und ich habe ihm gesagt, dass ich mich ohne Deko (also ich bin wirklich keine Kitschige!!) nicht wohlfühle und er sie auch nicht abstauben muss etc :D
    Also haben wir uns jetzt schön eingelebt und sind sehr zufrieden!
    <3

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